Corina Beetschen

Abschied von Andreas und Henriette Schiltknecht

Während der ersten Maiwoche besteht Gelegenheit zum Abschied nehmen:
Kinderpass723 coloris Kopie <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Corina&nbsp;Beetschen)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kircheringgenberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>56</div><div class='bid' style='display:none;'>1130</div><div class='usr' style='display:none;'>22</div>

 

Abschiedsworte des Kirchgemeinderates
Lieber Andreas,

18 Jahre lang warst du unser Dorfpfarrer. In Wort und Bild, mit unbändigem Schaffensdrang hast du gewirkt, warst du bei und mit uns.
Du warst stets ein Fragender, Suchender und Findender gleichzeitig. Du hast einen lebendigen Gott gepredigt, welcher in und durch uns in dieser Welt lebt. Nicht das Jenseits sondern das Diesseits hat dein Denken und Schaffen beherrscht, unsere Verantwortung der Schöpfung und der Natur gegenüber und unsere Bemühungen um alle unsere Mitmenschen, auch die Fremden und Asylanten.
Du hast uns wunderschöne gemeinsame Gemeindeferien ermöglicht, beim Töpfern und Rakku-Brennen liessen sich viele vom ganzen Bödeli inspirieren und bei den Renovationen der Ringgenberger Burg und der Goldswiler Ruine hast du dich an vorderste Front engagiert und exponiert.
Unser Pfarrhaus und seinen Garten hast du gemeinsam mit Henriette und der ganzen Familie mit Leben und Seele erfüllt und eure Türe war immer offen für alle.
Mit dir verlässt uns nicht nur ein geschätzter Seelsorger sondern auch ein Denker und ein echter Künstler und Kunsthandwerker. Zum Glück bleiben uns einige deiner Werke erhalten. Drei davon sind hier aus deiner Galerie entwischt.
Du ziehst mit deiner «Jettle» weiter hinauf ins Tal, nicht allzu weit weg von Ringgenberg, sodass wir euch weiterhin «im Auge und Herzen behalten» können.

Ganz herzlichen Dank für alles und die allerbesten Wünsche für die wohlverdiente Zeit des pensioniert Seins


Abschiedsworte Henriette und Andreas Schiltknecht-von Steiger
Nicht das
verlorene Ich
und nicht dieses
flüchtige Du

Allein das
Wir
Fingerabdruck des Himmels
federleicht

unverhofft

Abschiedsworte Andreas Schiltknecht_Gedicht <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Corina&nbsp;Beetschen)</span>

Mit diesem Gedicht nach Jacqueline Keune verabschieden wir uns vom Ringgenberger Pfarramt und Pfarrhaus. Wir danken von Herzen für all die lichten und leichten Momente der Verbundenheit und Freundschaft, für die gemeinsam gestalteten und verantworteten Zeiten, für das Miteinander im Suchen und Fragen, für das Nachsehen, wenn wir gefehlt oder etwas versäumt haben und für die Unterstützung in unserem Sein und Werden...
Wir ziehen weiter und hoffen für uns alle, das unverhoffte "Wir", der Segen Gottes, stelle sich immer neu wieder ein, da und dort.

Henriette und Andreas Schiltknecht-von Steiger
Ringgenberg im März 2021

Abschiedsworte Andreas Schiltknecht_Gedicht2 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Corina&nbsp;Beetschen)</span>

Für jeden Morgen soviel Licht
wie nötig ist
für den Schritt aus dem Dunkel -
Für jeden Augenblick soviel Liebe
wie nötig ist
um glücklich zu sein
und glücklich zu machen -
Für jeden Tag soviel Kraft
wie nötig ist
für das, was er fordert -
Für jeden Abend soviel Stille
wie nötig ist
um in Gelassenheit
die Nacht zu erwarten
und das Erwachen danach -

das schenke uns Gott!


nach Wilma Klevinghaus
Bereitgestellt: 08.04.2021    Besuche: 33 Monat 
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