Als reformierte Kirchgemeinde sind wir Teil eines vielfältigen christlichen Miteinanders.
Als christliche Kirche wiederum sind wir Teil eines Miteinanders mit verschiedenen Religionen.
Als Religionsgemeinschaften sind wir Teil eines Miteinanders mit der ganzen Menschheit.
Wir selber stehen auf dem Grund und Boden der reformierten Kirche, wir sind aber offen, Brücken bauend und solidarisch.
In ökumenischer, interreligiöser und gesellschaftlicher Offenheit sind wir unterwegs – gemeinsam mit allen Menschen.
Unser Gemeindeleben, aber auch unsere Feiern, Projekte und Begegnungen drücken Interesse, Austausch, Respekt, Toleranz und Solidarität aus.
Seit 2011 ist «Bär und Leu» vom Kirchgemeinderat zur Schwerpunkt-Hilfsorganisation bestimmt. Ein wiederkehrend grösserer Unterstützungsbeitrag wird jeweils neu ins Budget aufgenommen. Daneben werden Kollekten in Gottesdiensten und im Begegnungstreff erhoben. Der Erlös aus Suppentag und Erntedank geht ebenfalls an «Bär und Leu»
Heiner Bregulla
Fellerstrasse 13
3600 Thun
Tel: 033 335 89 04 Mobil: 078 679 57 17
e-Mail: heiner.bregulla@epost.ch
Am Suppentag, welcher jeweils am letzten Sonntag im Januar stattfindet, ist jedermann zu Suppe, Wurst, Brot und Dessert eingeladen. Die Kollekte und der Erlös vom Essen kommen dem Hilfswerk Bär und Leu zugute. Gäste aus der Ukraine sind aktiv in den Suppentag eingebunden.
Der Krieg in der Ukraine wirkt nach – und für viele der bei uns lebenden Ukrainer:innen wird die persönliche Betroffenheit nicht kleiner, sondern grösser. Die Sorgen um Angehörige, um Vermisste, Gefangene und Verstorbene, die Bilder aus der Heimat und die Ungewissheit über die Zukunft lasten schwer. Gleichzeitig fordern Integration, Sprache, Arbeit und Alltag viel Kraft.
In Ringgenberg leben Ukrainer:innen heute mitten im Dorf – in Privatunterkünften, im Austausch mit Nachbar:innen, im Alltag von Schule, Arbeit und Begegnung.
Sehr ermutigend ist die gelebte Solidarität im Dorf. Begegnungen entstehen selbstverständlich, Offenheit wird gelebt. Besonders eindrücklich war die gemeinsame Christnachtfeier von Ukrainer:innen und Ringgenberger:innen – ein starkes Zeichen von Gemeinschaft, Verbundenheit und gegenseitigem Respekt.
Für uns als Kirchgemeinde ist klar: Wir stehen solidarisch an der Seite der ukrainischen Community – aus Mitmenschlichkeit, aus christlicher Verantwortung und als Beitrag zu einem friedlichen Zusammenleben in unserer Dorfgemeinschaft.
Ein Teil des ehemaligen Heilsarmee-Areals der Vordorf Ringgenberg AG wird weiterhin als Kollektivunterkunft genutzt. In einem Haus leben nach wie vor rund fünfzehn Ukrainer:innen, für die dieser Ort ein wichtiger Anker im Alltag geblieben ist.
In einem weiteren Gebäude ist ein neues Angebot entstanden: Ein Ausbildungskurs im Pflegebereich, verbunden mit intensivem Sprachunterricht. Dieses Programm richtet sich an Menschen mit unterschiedlichen Herkunftsgeschichten, Nationalitäten und Religionen.
Für unsere Kirchgemeinde sind die Begegnungen vielfältig und bereichernd. Bei einer eindrücklichen Weihnachtsfeier in der Kollektivunterkunft wurde spürbar, wie wichtig Gemeinschaft, Wertschätzung und gegenseitiger Respekt sind – über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg.
Als Kirchgemeinde begleiten wir diese Situation aufmerksam und offen. Unser Anliegen ist es, Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen wahrzunehmen, Begegnung zu ermöglichen und einen Beitrag zu einem respektvollen, friedlichen Zusammenleben im Dorf zu leisten.
Kei Muetter weiss, was ihrem Chind wird gscheh
Kei Muetter weiss, was ihrem Chind wird gscheh,
ke Muetter cha i d`Zuekunft gseh.
Ob ihres Chind muess liide, oder ob mer`s gar wird beniide?
Ke Muetter weiss, was ihrem Chind wird gscheh.
Kei Muetter weiss, was ihrem Chind wird gscheh,
ke Muetter cha i d`Zuekunft gseh.
Wird ihres Chind riich erbe oder aus arme Bättler stärbe?
Ke Muetter weiss, was ihrem Chind wird gscheh.
Kei Muetter weiss, was ihrem Chind wird gscheh,
ke Muetter cha i d`Zuekunft gseh.
Dient är emau am Böse oder chan är üs au erlöse?
Ke Muetter weiss, was ihrem Chind wird gscheh.
Paul Burkhard, Zeller Weihnacht